Das Usenet

Aus GNU/Linux User Group Kaiserslautern

Version vom 18:25, 24. Nov. 2006 von Sbahl (Diskussion | Beiträge)
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Auch ein ONU (Otto-Normal-User) kann Linux benutzen und effizient anwenden. Ich bin ein ganz normaler Anwender, für den ein Computer und die damit verbundenen Programme einfach nur Werkzeuge sind. Werkzeuge müssen funktionieren.

Ich habe lange Zeit mit dem Betriebssystem DOS und den Anwenderprogrammen MultiMate IV, WordPerfect und Lotus123 gearbeitet. Im Jahr 1996 musste ich mir ein neues Werkzeug besorgen, denn mein alter PC zeigte massive Verschleisserscheinungen. Ich habe mir also eine Win-Kiste mit dem Betriebssystem Win95 gekauft. Ich war über die Disfunktionalität dieses OSs so erstaunt, dass ich innerhalb kurzer Zeit den Entschluss gefasst habe auf ein anderes Betriebssystem, nä mlich auf Linux umzusteigen.

Da ich keine Schwellenangst habe, habe ich mich mit der Unix-AG der Uni-KL in Verbindung gesetzt um mich über ein, zu der Zeit alteratives Betriebssystem, zu erkundigen. Ich habe eine lange Unterhaltung mit einem Student geführt, der mir empfohlen hat mir verschiedene Bücher über Linux zu lesen, um mir die nötigen Grundkenntnisse in diesem Bereich anzulesen. Es gibt unter http://strg-alt-entf.org/buecherfaq.txt eine sehr ausführliche Bücherliste zum Themenbereich Linux. Ich selbst war in der Unibibliothek Kaiserslautern, um in verschiedenen Büchern zu lesen. Jeder Autor hat seinen eigenen Schreibstil. Ich selbst habe mir dann die "Linux-Bibel" von Michael Kofler zugelegt, in der ich immer noch schmökere. Es gibt auch ein paar sehr gute Bücher, die unter http://www.oreilly.de/openbook zur Verfügung stehen. Auch hat man die Möglichkeit unter http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/hylib/kl_suchmaske.html zu überprüfen, welche Bücher vorhanden sind.

Also habe ich in meiner freien Zeit alle möglichen Bücher ber Linux gelesen und einen "Schlachtplan" fr die erste Linux-Installation gemacht. Ich habe an der Uni-KL StarOffice 3.1 in Aktion gesehen, genau was ich brauchte und wollte. Es gab schon damals mehrere Linuxdistributionen. Nach dem Motto "Wer die Wahl hat, hat die Qual" kann man sich hier unter http://www.pl-link-db.de/links/pages/Distributionen/ einen kleinen Ü berblick verschaffen. Ich habe dann von der Unix-AG der Uni KL Linux Debian Hamm mit StarOffice 3.1 bekommen. Details zu Debian gibt es unter http://www.debian.org. Auch ist das Handbuch zu Debian online verfügbar. Wer will, kann ja in http://www.openoffice.de/linux/buch/ in aller Ruhe schmökern. Ich glaube ich habe so an die 40 Disketten gebraucht. Mittlerweile bin ich dank dselect und apt-get bei Debian Woody 3.0 r3 und OpenOffice angekommen. Ich habe erst 1997 meine ersten Humpelversuche im WWW unternommen. Das WWW ist die grösste Informationsquelle -- glaubte ich zumindest. Zu der Zeit funktionierte die Einwahl noch mit minicom und als browser hatte ich den lynx im Einsatz. Eines Tages erhielt ich Post von meinem Provider mit der Mitteilung: "Endlich können wir Ihnen einen USENET-Zugang zur Verfügung stellen".

Das USENET gibt es seit Ende der 70iger Jahre und ist eine riesige Informationsbörse. Mein Provider hatte einige Seiten "Dos and Don'ts" zusammen gestellt, die ich in aller Ruhe gelesen habe. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch auf den tin im on-line-modus angewiesen. Ich habe mir dann den kleinen leafnode als newsserver installiert um Kosten zu sparen. Nun kann man sich fragen was ein newsserver und ein newsreader ist. Ein newsreader ist ein Programm, das man verwendet um news zu lesen. Der newsserver hingegen ist dafür verantwortlich die Newsbeiträge zu sammeln, zu sortieren und dem Anwender zur Verfügung zu stellen, damit sie mit einem Newsreader gelesen werden können. Eine Nachricht, ein Posting besteht aus zwei grossen Teilen. Dem sogenannten Header und dem body, der eigentlichen Nachricht. Grob besteht der Header, der Kopfbereich aus folgenden wichtigen Teilen:

   * Name des Verfassers
   * Betreffzeile, dem Subject, kurze Überschrift
   * Message-ID, die Kontrollnummer der Nachricht
   * Noch verschiedene Dinge wie X-Face, 

etc die aber schon zu weit gehen Der Body, ist die eigentliche Nachricht, die aus Text besteht. Am Anfang meiner USENET-Zeit, war ich auf das Online-lesen angewiesen. Das heisst, dass ich mir nur die Header, die Kopfzeilen, mit den Überschriften, bzw. Betreffzeilen geladen habe, und danach habe ich eine Entscheidung getroffen was ich lesen will. Die entsprechenden, für mich interessanten Nachrichten habe ich markiert und mir dann erst den body, die eigentliche Nachricht herunter geladen. Ich nutze das USENET privat und beruflich - man will ja immer auf dem neuesten Stand sein. Hier eine kleine Auflistung von wichtigen Dingen:

Eine Grundlegende Einführung zum USENET findet man hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Usenet - Absolut lesenswert.

1. news.individual.de - Ein sehr gut gepflegter Newserver. Die Nutzung ist kostenlos, erfordert allerdings eine Anmeldung. Ich selbst bin schon mit der Benutzernummer 136 ein Bewohner des Nutzerseniorenwohnheims.

2. Grundlegende Verhaltensregeln und Informationen fr das USENET findet man unter bei den folgenden Seiten:

   a) Fachjargon URL: http://www.kirchwitz.de/~amk/dni/glossar
   b) Hinweise für Google-Nutzer: http://www.fh-flensburg.de/wt/usenet/Hinweise_fuer_Google-Poster.txt
   c) Die 7 goldenen Regeln http://www.kirchwitz.de/~amk/dni/hoeflichkeit
   d) Info-Texte: http://www.kirchwitz.de/~amk/dni/metafaq
   e) Sitten und Gebräuche: http://www.kirchwitz.de/~amk/dni/netiquette

3. http://www.thomas-huehn.de/usenet/newsreaderFAQ.txt Diese Seite ist sehr wichtig, wenn es darum geht den passenden Newsclient (Programm zum lesen und schreiben von News) zu suchen und zu finden. Ich selbst habe das Gespann Gnus/Xemacs im Gebrauch -- die "eierlegende Wollmilchsau".

Achtung: mit "Klick-and-go" ist es in diesem Bereich nicht getan. Man muss ein wenig lesen, um die unendlichen Weiten des USENETs ergründen zu können. Es lohnt auf jeden Fall. Ohne das USENET wäre ich kein rundum zufriedener Nutzer von Linux.


Cord Mittauer

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