Innotek VirtualBox
Aus GNU/Linux User Group Kaiserslautern
Der Grund eine Virtuelle Maschine zu benutzen
Um mir einen Eindruck von KDE 4 zu machen habe ich die Live-CD KDE 4 Alpha 2 heruntergeladen. Jetzt gab es 2 Möglichkeiten: Entweder das ISO-Image auf CD brennen und den Rechner damit booten, oder eine Software zu benutzen, die mir gleich einen kompletten PC simuliert. Das hat den großen Vorteil, daß sich alles in einem Fenster darstellen läßt und man keine CD brennen muss um damit zu booten. Als Virtualisierungssoftware habe ich mich für VirtualBox von innotek entschieden, da diese Software recht gut im Linux User abgeschnitten hat.
Installationsschritte anhand von Kubuntu 6.06 Dapper Drake
- auf http://www.virtualbox.org/wiki/Downloads habe ich die empfohlenen Quellen für Dapper Drake eingebunden. Einfach ALT+F2 'kdesu kate' und dann die Datei /etc/apt/sources.list und den Eintrag:
deb http://www.virtualbox.org/debian dapper non-free
hinzugefügt.
- auf der Konsole als root oder per
sudo apt-get update
ausführen und danach
apt-get install virtualbox
Eventuell sind noch Abhängigkeiten aufzulösen.
- Wieder per ALT+F2 'kdesu kate' die Datei /etc/groups bearbeiten. Hier sollte eine neue Gruppe 'vboxusers' existieren. Dort hängt man sich einfach dazu. Etwa so:
vboxusers:x:19417:sascha
- Nun muss noch ein Kernelmodul geladen werden:
/etc/init.d/vboxdrv setup
Sollte es dabei Schwierigkeiten geben sollte man sich die Logdatei unter /var/log/vbox-install.log genauer betrachten. Eventuell ist es notwendig sich die Quellen seines aktuell laufenden Kernels und die Header-Files runterzuladen. Beispielsweise das Paket 'linux-headers-2.6.15-26-386' und 'linux-source-2.6.15'. Natürlich müssen die Versionsnummer zu dem aktuell installierten Kernel passen. Den Kerneltreiber kann man später, sollte es erforderlich sein, mit
/etc/init.d/vboxdrv start
bzw.
/etc/init.d/vboxdrv restart
starten.
- Nun sollte sich VirtualBox im K-Menü unter System starten lassen. Um nun KDE 4 auszuprobieren kann man eine neue virtuelle Maschine anlegen und im Assistenten auswählen, daß man keine Primäre Bootfestplatte haben möchte. Schliesslich braucht man die für eine Live-CD nicht unbedingt. Stattdessen kann man nach Abschluss des Assistenten direkt ein ISO-Image als Bootquelle angeben (Abbildung 1). Nach dem Starten der virtuellen Maschine wird auch schon von dem ISO-Image gebootet. Jetzt steht einen ausgiebigen Test von KDE 4 (Abbildung 2) nichts mehr im Wege. Aber Obacht. Es ist eine Alpha-Version und eigentlich nur für ganz Neugierige und Entwickler gedacht.
Autor: Sascha Bahl

